DIE GESICHTLESEKUNST

 

Kultur und Herkunft, ein kleiner Überblick.

 

 

Physiognomik

 

 

Die Wurzeln der Physiognomik gehen zurück bis in die Antike. Der Begriff entstammt dem Griechischen und setzt sich aus den Worten Physis (Körper) und Gnoma (Kennzeichen) zusammen. Die Physiognomik ist also eine Methode, aus der körperlichen Erscheinung eines Menschen zu lesen. Insbesondere aus dessen Gesicht. Bei der Physiognomik werden die einzelnen Gesichtsmerkmale  wie Augen, Nase, Mund, Ohren usw. betrachtet. Form und Position liefern Informationen über mögliche Potenziale und Fähigkeiten sowie Charaktereigenschaften.

 

Herausragender Vertreter der Physiognomik war  Carl Huter (1861-1912).

 

 

 

 Siang Mien

 

 

Im Siang Mien, dem chinesischen Gesichtlesen, geht die Gesichtsanalyse  noch ein bisschen tiefer und detaillierter. Die Gesichtsformen und zum Teil auch die Gestik, Mimik und Körpersprache werden bestimmten Charakteren wie Königsgesicht, Baumgesicht, Eisengesicht…usw. zugeordnet und geben so umfassende Informationen. Das chinesische Gesichtlesen bezieht Muttermale, Sommersprossen, Warzen und Narben zur Deutung von Schicksal, Fähigkeiten oder sogar Lebensaufträgen und Talenten mit ein. Diese Kunst hat sich seit über 2000 Jahre in China bewährt und  hat sich aus der 7000 Jahre alten Tradition der Wahrsagerei herauskristallisiert, da sie in den Augen der Ratsuchenden die zuverlässigste ist.

Siang Mien-Meister gaben ihr Wissen nur mündlich weiter. Lediglich die kaiserliche Palastbibliothek bewahrte einige Schriften, die aufgrund von äußerlicher Gewalt (Kriege, Brände, Diebstahl) verloren gingen. Erst in neuerer Zeit wird das mündlich überlieferte Wissen in Vorträgen und Schriften  wieder festgehalten. Diese ermöglichen Interessierten einen faszinierenden Einblick in eine alte Kunst und einen unverfälschten Blick auf den Menschen.

 

 

Antlitzdiagnostik

 

Die Antlitzdiagnostik (auch: Sonnerschau oder Pathophysiognomik) ist das Wissen von den Krankheitszeichen des menschlichen Antlitzes. Also das LESEN von ersten Gesundheitsdisbalancen und Mangel sowie Krankheiten im Gesicht.

 

Unsere Haut zeigt mit zunehmenden Jahren Spuren und Anzeichen von Krankheiten. So unterscheidet die Antlitzdiagnostik zwischen Verfärbungen, Glanz- und Schattenbildungen, Schwellungen und Falten. Dazu zählen auch Falten und Linien die etwas über  das bisherige Leben und akute Defizite auf decken können.

 

Alles was im Inneren des Körpers und der Organe stattfindet, zeigt der Körper auch im Außen.

 

Die Antlitzdiagnostik  ist Jahrtausende altes urmedizinisches Grundwissen. Aus Überlieferung weiß man heute,  dass die bedeutendsten Ärzte der Antike und des späten Mittelalters wie Hippokrates von Kos (460-377 v.Chr.) und Paracelsus (1493-1541) die Krankheit aus den Gesichtern der Patienten gelesen haben. Auch die mittlerweile wieder in Deutschland verehrte Äbtissin Hildegard von Bingen (1098-1179) lieferte eine Vielzahl von literarischen Werken zu diesem Wissen.

Auch in der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) gehört die Antlitzdiagnostik zu einer verlässlichen Methode, den Hilfesuchenden ganzheitlich zu diagnostizieren und zu helfen.

In früheren Zeiten wurde die Antlitzdiagnostik auch als Sonnerschau bezeichnet. Noch unter Dr. Kurt Hickethier (1891-1958) fand eine langjährige Ausbildung der Sonner statt.  Die Sonnerschau sollte die Grundlage für die Erlangung von Gesundheit (Sonnenheit) bilden.

 

 

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